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Online-Sporthandel boomt

Online-Sporthandel boomt

Man traut sich schon gar nicht mehr etwas über Corona zu schreiben.

Aber es hilft ja nichts. Denn: Unser Konsumverhalten hat sich verändert und das hat auch längerfristige Auswirkungen. Und ja, es ist ja nicht alles schlecht… Denn der Online-Sporthandel boomt! Die E-Commerce-Branche jedenfalls hat allen Grund zur Freude und erlebt einen Sonderboom!

Der Online-Sporthandelt boomt und macht mittlerweile die Hälfte seines Umsatzes online. Vor Corona lag dieser Anteil noch bei 25 bis 30 Prozent. Der Verband Deutscher Sportfachhandel ist sich sicher, dieser Trend wird anhalten. Leidtragende? Klar, der stationäre Handel. Das trifft Kaufhäuser, Modeketten und Fachhandel gleichermaßen. In der Vergangenheit konnte gerade Fachhandel im stationären Handel noch Boden gut machen. Etwa aufgrund von beratungsintensiven Produkten oder einem besonderen Einkaufserlebnis. Gerade Outdoor-Hersteller können davon ein Umsatzlied singen.

Wo kommt er eigentlich her, dieser Online-Sport-Boom?

Man kann diesem Trend förmlich hinterher gucken. Unsere Straßen, Parks und Grünflächen sind voll mit Joggern. Auch Fahrräder erobern Stadt und Land zurück. Fitnessstudios waren wochenlang geschlossen, in der Zwischenzeit haben sich viele zuhause eingerichtet. Dieser Indoor-Fitness-Hype hält nach wie vor an. Der Online-Sporthandel boomt weiter. Und wie steht es um die Zukunft des Sportfachhandels? Laut Verband würde es vor allem auf Spezialisierung ankommen. Das konnte man bereits beim Thema Fahrrad merken. Stationäre Fahrradhändler wurden regelrecht überlaufen, Maske hin oder her.

Weiter heißt es, würden es Generalisten in Zukunft schwerer haben. Gerade bei einfachen Sportartikeln lauert im Internet immer ein günstigeres Angebot. Hier kommt es auf Preis und Versanddauer an. Bei hochwertigeren Produkten kann der Fachhandel wieder punkten, mit gezielter Beratung, persönlichen Empfehlungen und zwischenmenschlicher Sympathie.

Intersport hat es kommen sehen

In diesem Zuge spannend zu verfolgen, was gerade bei Intersport los ist. Der zweitgrößte Sportartikel-Anbieter Europas wollte noch am 9. März Geld im großen Stil für IT-Investitionen einsammeln. Der Plan: Jeder Händler, jeder Eigentümer, soll 500 Euro pro Monat investieren. Der Antrag wurde damals von den „Genossen“, den knapp 1.000 selbstständigen Kaufleuten, abgelehnt. Die erforderliche Dreiviertelmehrheit wurde nicht erreicht. Ein paar Tage später war bekanntlich Shutdown und viele Händler, teilweise komplett ohne Onlineshop, standen vor einem Scherbenhaufen.

Kommt jetzt die Kehrtwende? 

„Die Händler sehen jetzt, dass es darauf ankommt, über alle Vertriebswege anzubieten“, sagt von Preen dem Handelsblatt. Alexander von Preen ist Vorstandschef von Intersport und will den Verbund modernisieren. Aktuell bespricht er in „Eigentümer-Calls“, also virtuellen Konferenzen, die wichtigsten Probleme mit seinen Genossen – am Anfang alle zwei Tage! Nach eigener Aussage war er nie näher dran an den Sporthändlern. Die Pandemie macht es möglich.

Es gibt viel zu tun. Der Online-Sporthandel boomt aber der Umsatz der Gruppe ist um rund zehn Prozent eingebrochen. Aber immerhin: Die mehr als 1400 zu Intersport in Deutschland gehörenden Filialen setzten im vergangenen Jahr 2,9 Milliarden Euro um ­– ein Zuwachs von 3%. Neben Corona gibt es aber Probleme von A bis Z, von Amazon bis Zalando. Denn nicht nur Zalando musste seine Umsatzprognosen nach oben korrigieren, in Corona-Zeiten kommt auch Jeff Bezos mit dem Geldzählen nicht mehr hinterher. Aber auch die großen Sportmarken haben in ihren eigenen E-Commerce investiert, allen voran Adidas, Nike, Puma und Reebok (die zu Adidas gehören und vom gleichen System profitieren). Daneben drängen mittelständische Outdoor-Marken wie Mammut, Schöffel und Vaude auf den E-Markt. Man darf also gespannt sein, wie es in Zukunft bei Intersport und Co. läuft.

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